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Beschäftigung & Ausbildung

Die Bernhardiner der Fondation Barry geniessen nicht nur ihre zwei Spaziergänge am Tag, sie profitieren auch von einem vielseitigen und ausgewogenen Beschäftigungsprogramm. Die Hospizhunde werden in folgenden Gebieten ausgebildet und beschäftigt:

 

Zughund

Der Bernhardiner ist ein typischer Zughund. Mit seiner Grösse und Kraft eignet er sich gut, um Lasten zu ziehen. Die Hunde der Fondation Barry ziehen im Sommer Wagen und im Winter Schlitten. Gefahren wird meist ein- oder zweispännig.

Mit dem Hundewagen üben wir zusätzlich das Meistern von Hindernissen. Dafür bauen wir jeweils einen besonderen Geschicklichkeitsparcours auf. Jedes Jahr nehmen wir zudem mit mehreren Hundeteams am internationalen Zughundewettbewerb in Bigenthal teil.

 

Traghund

Bernhardiner können auch Lasten tragen. Während unseren Wanderungen trägt immer einer unserer Hunde einen speziellen Hunderucksack. Darin befindet sich das Erste Hilfe-Set und manchmal etwas Proviant für unterwegs.

 

Wanderhund

Die Hospizhunde sind athletische Hunde, die sich gerne in der Natur bewegen. 1 ½-stündige Wanderungen mit Bernhardiner-Begleitung, führen wir regelmässig auf dem Grossen Sankt Bernhard, in der Region Martigny/Fully und in Champex-Lac durch.

 

Sozial- und Besuchshund

2007 haben wir mit den ersten Therapiehunde-Besuchen in Altersheimen angefangen. Da sich die Bernhardiner ausgezeichnet für diese Aufgabe eignen, haben wir die Aktivitäten in dem Bereich laufend ausgebaut. Wir unterscheiden zwischen halbstündigen regelmässig wiederkehrenden Besuchen und punktuellen, einmaligen Einsätzen.
Regelmässig besuchen wir inzwischen über sieben Betagten- und Behindertenheime.
Eine besondere Arbeit ist die Organisation und Durchführung von Kinder- und Jugendlagern in der Region des Grossen Sankt Bernhard-Passes. Die Idee ist einfach: Die Bernhardiner helfen verhaltensauffälligen Kindern, ihr Kommunikationsverhalten zu verbessern.  Bei Teilnehmern mit einer körperlichen oder geistigen Einschränkung geht es primär darum, das Wohlbefinden zu steigern. Dies geschieht über den intensiven Kontakt und die Arbeit mit unseren Hunden. Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass die jungen Menschen sehr gut auf die Bernhardiner reagieren.

 

Präventionshund

Die Fondation Barry macht beim Hundebiss-Präventionsprogramm des Kantons Wallis mit. Bei Besuchen in Schulen und Kindergärten wird Kindern das richtige Verhalten im Umgang mit Hunden vermittelt.

 

Streichelhund

Bernhardiner lieben und brauchen den Kontakt mit Menschen. Zusätzlich zum Kontakt mit dem Tierpflegerteam, geniessen die Hunde das Zusammensein mit Besuchern. Hunde und Besucher freuen sich an den Streicheleinheiten.

 

Ausstellungshund

Einen Teil unserer Barrys präsentieren wir regelmässig an Hundeausstellungen. Neben dem Austausch mit anderen Züchtern ist die Präsenz an diesen Anlässen auch für unsere Bernhardiner wichtig. Hier kommen sie in Kontakt mit anderen Vertretern unseres Nationalhundes und mit anderen Hunderassen.  Für Junghunde gehört die Ausstellungsteilnahme zum Sozialisierungsprogramm.

 

Lawinenhund

Easy (Mit Easy verknüpfen) die 4.5 Jährige Bernhardiner-Hündin hat die Grundausbildung zum Lawinenhund absolviert. Das Training ist eine sinnvolle Beschäftigung für einen sportlichen Bernhardiner und ermöglicht das Aufrechthalten einer alten Tradition.

 

Mobility

Regelmässiges Training mit Mobility-Hindernissen, einer Art Agility für grosse Hunde, fördert die Beweglichkeit der Bernhardiner und bereitet erst noch eine Menge Spass. Beim Mobility geht es darum, die verschiedenen Posten korrekt zu passieren – die Zeit ist dabei unwichtig. In der Zuchtstätte Martigny haben wir einen speziellen Parcours aufgebaut.

 

Tellington TTouch

Einfach anwendbare TTouch-Techniken steigern das Körperbewusstsein der Tiere und erleichtern die Kommunikation zwischen Betreuer und Bernhardiner. Die auf Feldenkrais basierende Methode umfasst Körperarbeit (sanfte Berührungen und Streichungen des Hundes) und einen Hindernis-Lernparcours. Tellington TTouch setzen wir häufig ein, um Bernhardiner zu beruhigen oder um ihre Aufmerksamkeit vor einer Trainingseinheit zu steigern.

 

Zielobjektsuche

Diese Arbeit ist für den Hund sehr anstrengend, da sie seine ganze Konzentration erfordert. Bei der Zielobjektsuche erschnüffelt der Bernhardiner einen zuvor versteckten Gegenstand. Hat er ihn gefunden, signalisiert er dies, indem er sich neben das gefundene Objekt legt.

 

Tricks

Das Erlernen von kleinen Kunststücken ist für den Hund echte Kopfarbeit, die ein hohes Mass an Aufmerksamkeit erfordert. Das Trainieren von Tricks bereitet Hund und Betreuer grossen Spass.

 

Intelligentes Hundespielzeug

Zur geistigen Aktivierung unsere Hunde arbeiten wir häufig mit intelligentem Hundespielzeug. Das Prinzip ist dabei stets das Gleiche: ein Stückchen Futter wird im Innern des Spielzeugs versteckt. Der Bernhardiner kann dieses nur erreichen, wenn er gewisse Elemente bewegt (stossen, drücken, drehen, ziehen). Von einfachen bis zu komplexen Spielanlagen gibt es alles.