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Barry News 02/2021


Emilie und die Bernhardiner

Emilie Dufey ist eine von zwölf Tierpflegerinnen, die sich täglich um das Wohlergehen unserer rund 30 erwachsenen Hunde sowie Welpen kümmert. Sie und ihre Arbeitskolleginnen erledigen zusammen mit unserem Zuchtleiter wichtige Arbeiten, die oftmals im Hintergrund gemacht werden. In dieser Ausgabe der Barry News richten wir den Scheinwerfer auf eine dieser wertvollen Mitarbeitenden und erfahren Spannendes zu Emilies Leidenschaft für die Bernhardiner, ihren besonderen Werdegang und die Hürden, die sie auf dem Weg zu ihrem Traumberuf überwand.

Seit Emilie ein kleines Mädchen war, wollte sie einen Hund, aber nicht irgendeinen Hund, sondern einen Bernhardiner wie ihr Grossvater. Dieser arbeitete in einem Hotel in Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden und war verantwortlich für „Bäri“, den Bernhardiner, den das Hotel als Kutschenhund eingesetzt hatte. Bäris Aufgabe war es, die Koffer der Touristen mit einem Schlitten oder einem Wägelchen von der Seilbahnstation zum Hotel zu bringen. Emilie bewunderte ihren Grossvater und lauschte jeweils gebannt den Anekdoten rund um seinen Alltag mit Bäri. Zu jener Zeit in einer Wohnung in Genf lebend, waren ihre Eltern gegen die Anschaffung eines Hundes. Trotz zahlreichen Überredungsversuchen und dem gemeinsamen Anschauen des Films „Beethoven“ – mit einem Bernhardiner in der Hauptrolle – liessen sich die Eltern nicht dazu hinreissen, Emilie ihren „grossen“ Wunsch zu erfüllen. Stattdessen beschlossen sie, ihr ein Meerschweinchen zu schenken, da dessen Grösse eher für ihre Stadtwohnung geeignet war.

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Neuanfang – mit einem Bernhardiner in Chile
Eines Tages beschlossen Emilies Eltern, nach Chile auszuwandern. Emilie erinnert sich noch gut an den Tag, an dem die Eltern sie über diesen Entscheid informierten. Ihre Bedingung war klar: „Ich komme mit, wenn ihr mir einen Bernhardiner kauft.“ So kam es, dass sie im Alter von 14 Jahren ihren ersten Bernhardiner kennenlernte. Es sollte einer von insgesamt drei „Barrys“ sein, die sie bislang in ihrem Leben als ihr Eigen nennen durfte.

In Chile absolvierte Emilie die Ausbildung zur Physiotherapeutin und übte diesen Beruf anschliessend fast zehn Jahre aus. Ihre grosse Leidenschaft blieben die Hunde. Sie arbeitete deshalb ehrenamtlich in einem Tierheim und half mit, den vielen streunenden Hunden ein besseres Leben zu ermöglichen. 2018 fasste sie zusammen mit ihrem Mann den Entschluss, ihre Jobs zu kündigen und ihr Leben in Chile aufzugeben, um in Emilies Heimat, die Schweiz, zurückzukehren. Emilie wollte endlich ihre Passion zum Beruf machen und mit Hunden arbeiten. Als sie die Stellenanzeige der Fondation Barry sah, die einen neuen Tierpfleger oder eine neue Tierpflegerin suchte, wusste sie, dass dies genau das war, was sie zukünftig machen wollte. Ein Job, bei dem sie mit Hunden in Kontakt sein konnte und, das Tüpfelchen auf dem i, mit Bernhardinern, der von ihr seit früher Kindheit so geliebten Rasse.

Zurück zu den Wurzeln – mit noch mehr Bernhardinern
Ihren Berufswechsel hat sie bis heute nicht bereut. Fragt man sie nach ihrer Arbeit, kommt sie ins Schwärmen. Der schönste Teil ihrer Arbeit sei die Bindung, die mit den Hunden entstehe. „Ab Sonnenaufgang sind wir bei ihnen und folgen danach einem rhythmisierten Ablauf, der unsere Beziehung zu ihnen jeden Tag stärkt“, erklärt Emilie.

Zu den täglichen Arbeiten gehören die Spaziergänge, das Bürsten und Füttern sowie das vielseitige Beschäftigungsprogramm mit Intelligenzspielen oder sogar Dog Dancing und von Zeit zu Zeit die Durchführung von sozialen Aktivitäten für den Bereich „Barry hilft“. Emilie hat in den letzten Monaten zudem schrittweise die Verantwortung für die Physiotherapie-Trainings der Hunde übernommen. Ihre Kenntnisse aus ihrer früheren Tätigkeit als Physiotherapeutin für Menschen sind dabei Gold wert. „Die Hunde sind dankbar und belohnen uns jeden Tag mit ihren besonderen Zuneigungsbekundungen, beispielsweise indem sie mit dem Schwanz wedeln, vor Freude bellen oder mit einem Blick, der uns zeigt, dass wir unsere Arbeit gut machen.“ Mit „uns“ verweist Emilie auf alle anderen Betreuungspersonen. Sie schätzt es sehr, Teil eines gut funktionierenden Teams zu sein, wo jeder täglich sein Bestes gibt – für das Wohl der Hunde: „Dieser Umstand macht meine Arbeit noch wundervoller!“

Auch die Zukunft wird sich wohl um die Bernhardiner drehen
Für Emilie steht fest, dass sie auch künftig als Tierpflegerin tätig sein will: „Ich möchte mir weiteres Wissen mittels Büchern und Schulungen sowie Ratschlägen meiner Kollegen und Vorgesetzten, aber vor allem auch durch das Beobachten der Hunde aneignen.“ Sie kann sich zudem vorstellen, ihre Kenntnisse als Physiotherapeutin zu vertiefen und allenfalls eine Ausbildung für die Behandlung von Hunden zu machen. Emilie hätte aufgrund ihrer vormaligen Tätigkeit als Physiotherapeutin in einem Familienzentrum auch ideale Voraussetzungen, um ihre Basisausbildung rund um die tiergestützten Aktivitäten zu vertiefen und mit unseren Sozialhunden weitere Projekte in verschiedenen Institutionen zu betreuen. Ihr aktuell wichtigstes Projekt ist es jedoch, in ihrer täglichen Arbeit mit den Bernhardinern der Fondation Barry all ihre Kompetenzen einzubringen „und die besonderen Momente beim Knuddeln unserer Vierbeiner zu geniessen“.

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